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Pressemitteilungen:

Kunst aus dem Computer

Zwischenbilanz

Computer.Gehirn
wird verlängert!


Sonderausstellung
Computer.Gehirn

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DENKEN SIE, SIE DENKEN?

Sonderausstellung "COMPUTER.GEHIRN" im
Heinz Nixdorf MuseumsForum 25.10.2001 - 1.3.2002


Laufroboter und Einblicke in das menschliche Gehirn, einmalige Expo-
nate aus internationalen Forschungslaboren und aufregende Eindrücke aus der Welt der Sinne, das alles bietet bis zum 1. März eine Aus-
stellung im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn. "COMPUTER.GEHIRN" heißt sie und zieht eine Zwischenbilanz zum
Beginn des 3. Jahrtausends. Sie vergleicht den Entwicklungsstand der
Künstlichen Intelligenz (KI) und der Robotik mit den Fähigkeiten des
menschlichen Gehirns. Leihgaben aus renommierten wissenschaft-
lichen Instituten bilden den Kern der Ausstellung, die in erster Linie den
interessierten Laien anspricht. Sie ist erlebnisorientiert angelegt und
bietet den Besuchern viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.

"COMPUTER.GEHIRN" bildet einen umfassenden Überblick über den
aktuellen Stand der Robotik und Künstlichen Intelligenz und bietet den
Besuchern ein einmaliges Erlebnis. Wer diese Ausstellung nicht
gesehen hat, hat etwas verpasst," meint Dr. Kurt Beiersdörfer,
Geschäftsführer des HNF und Projektleiter.

Hintergrund der Ausstellung ist die aktuelle Debatte über die Möglich-
keiten und Folgen der technologischen Entwicklung, wie sie von Ray
Kurzweil, Hans Moravec, Bill Joy und anderen angestoßen wurde. Die Perspektiven begeistern und erschrecken viele Menschen gleicher-
maßen. Die Ausstellung zeigt anhand spektakulärer Objekte aus aller
Welt, was heute bereits möglich ist.

Die Schirmherrschaft hat die Bundesministerin für Bildung und
Forschung Edelgard Bulmahn übernommen. Sie wird die Ausstellung
anlässlich der 3. WDR-ComputerNacht im HNF am 3. November
besuchen.

Paderborner Podium

Eröffnet wurde die Ausstellung mit einer Tagung des "Paderborner
Podiums", einer hochrangigen Veranstaltungsreihe des HNF. Experten
aus verschiedenen Fachrichtungen, wie Rodney A. Brooks, Helge
Ritter, Wolf Singer, Thomas Metzinger, Fumio Hara und Ray Kurzweil
(per Videokonferenz), stellten ihre Beiträge vor und diskutierten darüber,
was zukünftig möglich ist und möglich sein darf. "Insbesondere dieses
Paderborner Podium, aber auch die Ausstellung führen letztlich auf die
Frage zurück ‚Was ist der Mensch?'. Das ist das Anliegen, das viele
Spezialisten und Laien gleichermaßen an dem Thema interessiert,"
sagte Kurt Beiersdörfer.

Ein kurzer Rundgang

Der Besucher wird am Beginn seines Rundgangs von TronX, einem
menschenähnlichen Roboter, begrüßt und erfährt einiges über das
wichtigste Organ des Menschen, das Gehirn. Danach taucht er in die
Welt der Sinne ein. Geschmacks- und Geruchsproben, optische
Täuschungen und Hörerlebnisse der besonderen Art verdeutlichen die
menschlichen Sinnesleistungen. Und im Vergleich dazu stehen die
elektronischen Systeme: Kann der Computer einen Teddy von einem
Stoffaffen unterscheiden? Erkennt er am Klang einer Münze ihren
Wert? Der Besucher kann es ausprobieren.

"Leben ist Bewegung" lautet das Motto eines Bereichs. Zu sehen sind
einige der besten Laufmaschinen überhaupt. Vom sechsbeinigen
Lauron III, über den Service-Roboter Hermes und den Laufroboter Tarry
bis zum interaktiven Museumsführer Tourbot reicht die Präsentation der
kriechenden und rollenden Roboter. Für sie steht eine Arena bereit, auf
der sie ihre Künste zeigen. Zeitweise ist zudem die zweibeinige
Laufmaschine Johnnie in Aktion zu erleben, die sogar joggen kann.
Greif- und Tasthände demonstrieren, dass Roboter auch zupacken
können.

Um Werkzeuge der Intelligenz geht es in einer weiteren Abteilung.
Kommunikation und Sprache, Lernen, Wissen und logisches Denken
sind hier die Themen. Wer will, kann sich mit einem Computer unter-
halten, mit virtuellen Menschen, so genannten Avataren, kommuni-
zieren oder am Skisimulator seine Lernfähigkeit testen. Schwierig wird es, bei einem Rennen auf der Carrerabahn gegen den Computer zu gewinnen.

Übertrifft der Computer den Menschen bereits in vielen Dingen, wie im
Schachspiel, so gibt es doch viele Bereiche, in denen künstliche
Systeme bisher nicht mithalten können. Bewusstsein, Denken und
Kultur, Emotionen und Kreativität unterscheiden den Menschen vom
Computer. Doch gibt es auch hier Versuche, Roboter "menschlicher"
zu machen. Der Gesichtsroboter Mark II aus Japan, der das Motiv des
Ausstellungsplakates einnimmt, ist ein Beispiel. Er simuliert Emotio-
nen und ist dabei schon recht weit entwickelt. Der Malcomputer Aaron
entwirft und zeichnet eigenständig Bilder, die in Galerien und Museen
in aller Welt ausgestellt waren.

Schließlich bietet "COMPUTER.GEHIRN" einen Einblick in Visionen der Vergangenheit. Zu sehen sind R2D2 ebenso wie der Kopf vom Terminator. Ein Ausblick wagen die "Visionen der Zukunft" zum Abschluss des Rundgangs.

Umfangreiche Informationen zur Ausstellung liefert nicht nur ein 300-seitiger Begleitband, sondern auch der Internetauftritt unter www.computer-gehirn.de.

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